Ordination:
(01) 408 59 93
Allgemeine Orthopädie &
orthopädische Chirurgie

Knorpelabnutzung - Fehlstellungen

Arthroskopische Eingriffe/knöcherne Umstellungen:

Im Kniebereich ist bei einem X-Bein (Genu valgum) oder einem O-Bein (Genu varum) eine übermäßige Belastung einer Seite des Kniegelenkes die Folge. Es kommt daher dort zu einer frühen Gelenksabnutzung und eventuell zu einer zusätzlichen Meniskusschädigung. Dies kann schon früh, bei ausgeprägten Fällen bereits im jungen Erwachsenenalter, zu Schmerzen führen.

Bei solchen Fehlstellungen ist eine exakte Analyse der knöchernen Verhältnisse erforderlich. Je nach Art, Ausmaß und Lokalisation der Fehlstellung können unterschiedliche Verfahren angewendet werden.

Bei einfachen Fehlstellungen kann eine Umstellungsosteotomie (Änderung der Knochenachse durch Knochendurchtrennung und Fixation in korrekter Stellung) mithilfe einer Plattenfixation durchgeführt werden.

Bei schweren oder komplexen Fehlstellungen kann mit einem computergesteuerten äußeren Fixateur eine Korrektur durchgeführt werden. Dies ist insbesondere auch dann erforderlich, wenn gleichzeitig eine Beinlängendifferenz vorliegt. Meist wird in derselben Operation zuvor arthroskopisch das Gelenk überprüft und gegebenenfalls Meniskusschäden behoben.

Eine besondere Herausforderung stellen Verkürzung und Fehlstellungen der Beine nach Unfällen dar. Neben der Fehlbelastung der angrenzenden Gelenke resultieren aus einer starken Fehlstellung oft auch eine Gehbehinderung und eine kosmetische Beeinträchtigung, die eine Korrektur erfordern. Verkürzungen oder Achsfehlstellungen die angeboren oder in der Kindheit erworben sind (link zur Kinderseite), werden meist schon vor oder zum Wachstumsabschluss (Mädchen etwa 14. Lebensjahr, Burschen etwa 16. Lebensjahr) korrigiert.

Aufgrund der nach Unfällen meist bestehenden Verkürzung des Beines ist neben der Achsenkorrektur eine Knochenverlängerung (link) erforderlich. Hier ist wiederum der äußere Fixateur die sicherste und exakteste Methode die anatomischen Achsverhältnisse und die ausgeglichene Beinlänge wieder herzustellen.

image001image003Abb: Der Taylor Spatial Frame erlaubt eine sichere und exakte Wiederherstellung der Beinlänge und anatomischen Achse. Durch die Öffnung im Bereich der Kniekehle kann das Gelenk vollständig gebogen werden. Eine Entlastung oder längere Teilbelastung wie bei vielen anderen Fixations-Verfahren ist hier nicht erforderlich.

Knochenverlängerung

Die Knochenverlängerung (oder Distraktionsosteoneogenese) wurde von GA Ilizarov in den 50er Jahren erforscht. Bei der Knochenverlängerung wird der Knochen zuerst über einen kleinen Zugang (1,5-2 cm) durchtrennt. Wie nach einem Bruch entsteht innerhalb der ersten Tage ein kleiner Bluterguß an den Knochenenden, der sich organisiert und ganz weiches neues Gewebe bildet. Dieses Gewebe wird dann schließlich mit 1 mm pro Tag auseinander gezogen. Wenn die gewünschte Länge erreicht ist, muss noch etwa 3-4-mal so lange abgewartet werden, bis der Knochen durch Einlagerung von Mineralstoffen wieder fest ist. Erst dann kann der Knochen wieder ohne Fixation belastet werden.

image006

Es erfolgt nach Fixation des Knochens die Knochendurchtrennung. Nach 5-7 Tagen wird der Knochen langsam auseinandergezogen. Dazwischen zeigt sich wolkiger Geflechtknochen (Kallus).

Am Ende der Verlängerung wird der Geflechtknochen (Kallus) dichter bis schließlich ein vollständiger Durchbau stattgefunden hat.

image007

Nach ausreichendem Durchbau kann die Fixation abgebaut werden. In manchen Fällen kann auch eine Fixation mit einem Nagel stattfinden um einen frühzeitigen Abbau zu ermöglichen.

In manchen Fällen ist auch die Knochenverlängerung über einen Marknagel, der sich im Knochen befindet möglich (Fitbone). Dieses Verfahren hat zwar auf den ersten Blick sehr viele Vorteile, ist aber nur eingeschränkt, abhängig von den anatomischen Gegebenheiten, möglich.

Auch nicht verheilte oder fehlverheilte Brüche oder nicht verheilte Arthrodesen (chirurgische Verbindung zwischen zwei Knochen) können mit externen Fixateuren sicher und unter guter Möglichkeit zur Mobilisierung (Teil- oder Vollbelastung) zur Ausheilung gebracht werden. Sehr oft sehen wir diese Problemstellung am Unterschenkel oder im Sprunggelenksbereich.

Gelenksersatz Knie und Hüftgelenk:

Der Gelenksersatz an Knie- und Hüftgelenk konnte in den letzten Jahrzehnten regelmäßig verbessert werden, so dass heute in fast allen Fällen mit guten Ergebnissen und langem Halt der Kunstgelenke gerechnet werden kann.

image027Beim Gelenksersatz an der Hüfte (Hüft Totalendoprothese) wird eine Pfanne mit einem Einsatz im Becken eingeschraubt und am Oberschenkelknochen wird der Hüftkopf durch einen Schaft mit Kopfteil ersetzt.

Bei Implantation einer Knie Totalendoprothese werden in ähnlicher Weise die Gelenksflächen des Kniegelenkes entfernt und durch Komponenten aus Metalllegierungen ersetzt. Die Kniescheibe muss in den meisten Fällen nicht ersetzt werden.

Bei besonders komplexen Verhältnissen kann eine Computernavigation das Ergebnis optimieren.

image028image029Abb:4 Bei stärkeren Fehlstellungen kann durch die Computernavigation das Ergebnis optimiert werden.

Fusszentrum Wien Wahlarztordination
Alser Straße 43/8 | 1080 Wien
Tel: (01) 408 59 93 I Fax: (01) 408 59 93 40
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
MO14:00-18:00
DOnach Vereinbarung
DI15:00-17:00
Ordinationszentrum Döbling
Heiligenstädter Straße 57-63 | 1190 Wien
Tel.: (01) 360 66-0 | Fax: (01) 369 14 33